Bürger am langen Hebel
für globale Vernunft
 

Häufig gestellte Fragen


1. Wenn ich Simpol unterstütze, bedeutet das, dass ich mich in meiner Wahlfreiheit einschränke?

Nein. Der Wortlaut der Simpol-Unterstützer-Erklärung ist folgender:

"Ich unterstütze Simpol, indem ich - im Rahmen des Vernünftigen - in zukünftigen nationalen Wahlen für solche Kandidaten oder Parteien stimmen werde, die die Selbstverpflichtung unterzeichnet haben, dass sie, gemeinsam mit anderen Regierungen, das Simpol-Maßnahmenpaket zur Lösung globaler Probleme implementieren (die Selbstverpflichtung).

Oder, wenn ich eine Parteipräferenz habe, fordere ich von meiner bevorzugten Partei, diese Selbstverpflichtung zu unterzeichnen.

Auf diese Weise habe ich nach wie vor das Recht, letztlich in freier Entscheidung zu wählen. Aber ich gebe ein deutliches Signal an alle Politikerinnen und Politiker, dass ich eine starke Präferenz für Politikerinnen und Politiker habe, die die Selbstverpflichtung unterzeichnet haben, zuungunsten derer, die es nicht unterzeichnet haben".

Wenn Du den Wortlaut dieser Erklärung liest, siehst Du, dass Du Deine Absicht erklärst, in zukünftigen Wahlen im Rahmen des Vernünftigen Parteien oder Kandidaten zu wählen, die Simpol unterzeichnet haben.

'Im Rahmen des Vernünftigen' bedeutet, dass - auch wenn nur eine Partei die Simpol-Verpflichtung unterzeichnet hat - es immer noch Deine letztliche Entscheidung ist, ob diese Partei Deine Stimme wert ist.

Also schränkt es Deine Wahlfreiheit in keiner Weise ein, wenn Du Simpol unterstützt. Noch hält es Dich davon ab, eine bestimmte bevorzugte Partei zu wählen - vor allem, wenn sie Simpol unterzeichnet.

Aber es bedeutet für Politiker sehr eindeutig, dass Du bei zukünftigen Wahlen eine starke Präferenz für diejenigen Parteien und Kandidaten hast, die Simpol unterstützt, zu Lasten derer, die es nicht tun.

Demzufolge werden Politiker und Parteien, die die Simpol-Verpflichtung noch nicht unterzeichnet haben, wissen, was sie tun müssen, um Deine Stimme oder die anderer Simpol-Unterstützer zu bekommen - Stimmen, die den entscheidenden Unterschied machen können, ob sie die Wahl gewinnen oder verlieren.

Simpol bringt wirkliche Wählerkraft zurück zu den Menschen, anstatt die Wahlfreiheit einzuschränken. Durch die Unterstützung von Simpol wird Deine Stimme bedeutsamer - obwohl im nationalen Kontext abgegeben, ist sie jetzt auf den globalen Kontext bezogene. Der Einfluss der Stimme wächst in Richtung globaler Wirkung. Simpol bietet so vielleicht zum ersten Mal die Möglichkeit, Opens external link in new windowglobal wirksam zu wählen.

Ein weiteres kommt hinzu: wenn die Nationen durch Simpol aus dem lähmenden Griff des destruktiven internationalen Wettbewerbs befreit werden, steigt in der Folge auch wieder der Spielraum für intra-nationale Politik. Und so wird langfristig auch innerhalb der Nationen die Demokratie wiederbelebt und die Wahlfreiheit steigt.

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2. Ist es für Politiker mit Risiken verbunden, Simpol zu unterzeichnen? Oder, kann es zu Konflikten mit der Parteilinie führen?

Einige Politiker haben die Simpol-Selbstverpflichtung sogar unabhängig vom Wählerdruck unterschrieben, einfach weil sie die Vorzüge sehen. Eine gleichzeitige, also simultane Implementierung stellt den einzigen logischen Weg dar, globale Probleme anzugehen, ohne die eigene internationale Wettbewerbsfähigkeit zu riskieren und damit die Gesundheit der eigenen Wirtschaft. Indem sie das Simpol-Versprechen unterschreiben, schließen sich Politiker der Einsicht an, dass dauerhafte Lösungen für globale Probleme nur durch Kooperation zwischen Nationalstaaten, angetrieben von Bürgern, gelingen können.

Da Simpol nur und erst dann umgesetzt wird, wenn alle oder genügend Länder unterschrieben haben, und da die Maßnahmen-Inhalte von Simpol bis zu diesem Zeitpunkt permanent provisorisch bleiben und somit einer ständigen Evolution unterliegen, riskieren Politiker nichts. Sie können fortfahren, ihre bisherige Parteipolitik umzusetzen, bis genügend Regierungen die Selbstverpflichtung unterzeichnet haben und der Zeitpunkt der Umsetzung kommt.

So bringt es kein Risiko, aber auch keinen Konflikt mit sich, Simpol als Politiker oder als Partei zu unterzeichnen.

Darüber hinaus ziehen Politiker, die die Selbstverpflichtung unterzeichnen, die Stimmen der wachsenden Zahl von Simpol-Unterstützern auf sich. Stimmen, die den Unterschied ausmachen können zwischen Wahlsieg und Wahlniederlage, zwischen dem Gewinnen oder Verlieren eines Sitzes. Simpol bringt Politikern auf diese weise einen politischen und einen wahltaktischen Vorteil gegenüber Politikern, die nicht unterzeichnet haben.

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3. Wie kann ich Simpol unterstützen, obwohl die Inhalte der umzusetzenden Maßnahmen noch nicht einmal definiert sind? Und wie kann Simpol trotzdem einen politischen Einfluss haben, obwohl es noch keine finalen Inhalte gibt?

Die Inhalte der Simpol-Maßnahmen sind nicht vorab fixiert, sondern bleiben bis zur Umsetzung in einem fortlaufenden Bearbeitungsprozess. Dadurch hast Du als Unterstützerin und Unterstützer die Möglichkeit, über Deine nationale Simpol-Organisation am inhaltlichen Entwicklungsprozess zu partizipieren - wenn Du dies wünscht.

Durch diesen fortdauernden Entwicklungsprozess ist auch sichergestellt, dass die Maßnahmen zum heute noch offenen Umsetzungszeitpunkt auf dem dann aktuellen Stand der globalen Entwicklung sind.

Auf diese Weise gibt Dir das Unterstützen von Simpol nicht nur das Recht, die Maßnahmen mitzugestalten, sondern Du gibst den Politikerinnen und Politikern einen starken Anreiz, das Versprechen zu unterzeichnen, und so ihrerseits zu helfen, dem Zeitpunkt der Implementierung von Simpol-Maßnahmen wieder einen Schritt näher zu kommen.

Für mehr Informationen über die Art von Maßnahmen, aus denen Simpol bestehen könnte, siehe auch Geltungsbereich und Inhalte

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4. Zu hoffen, dass wirklich alle oder genügend Nationen die Simpol-Selbstverpflichtung unterzeichnen, ist doch sicherlich nur ein Traum.

Möglicherweise erscheint Simpol auf den ersten Blick unrealistisch. Aber frage Dich einmal, wie wirksam oder erfolgreich die gegenwärtigen internationalen Versuche sind, globale Probleme zu lösen! Und wie viel Erfolg von ihnen in der Zukunft zu erwarten ist!

Konventionelle Ansätze zur Lösung globaler Probleme scheitern ganz offensichtlich, und zwar aus folgenden Gründen:

  • Die bestehenden Verhandlungen für internationale Abkommen bieten Bürgern nicht die Möglichkeit, ihre Politiker zu einer zielführenden Zusammenarbeit zu zwingen.
  • Die bestehenden internationalen Versuche beschäftigen sich immer jeweils nur mit einem Einzelproblem (z.B. CO2-Reduktionen). Daher gibt es keine Möglichkeiten, Nationen mit höheren Kosten bei einer Maßnahme einen Ausgleich aus einer anderen Maßnahme heraus anzubieten. Mit diesem Ein-Thema-Ansatz gibt es schlicht und einfach keinen Anreiz für viele Nationen, zu kooperieren.

Simpol löst beide beschriebenen Probleme. Es bietet Bürgern eine Möglichkeit, ihre Stimme zu nutzen, um Politiker zu globaler Zusammenarbeit zu zwingen UND es bietet einen Rahmen für Lösungspakete mehrerer Themen zur gleichen Zeit (simultan), so dass durch geschickte Kombination von Themen und Umsetzungen ein allparteilicher Nutzen gewährleistet werden kann.

So kommt es, dass Simpol möglicherweise eine sehr viel wahrscheinlichere Lösungsstrategie aufzeigt, als die bisherigen Versuche. Hinzu kommt, dass Simpol parallel zu den ohnehin laufenden Bemühungen läuft, nicht als Alternative. Die höchste Erfolgswahrscheinlichkeit haben wir also, wenn wir sowohl die bisherigen Bemühungen als auch Opens external link in new windowSimpol unterstützen!

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5. Aber kann man Politikern vertrauen? Vielleicht sagen sie einfach, sie werden Simpol implementieren – aber was hindert sie daran, einfach die Selbstverpflichtung zu unterzeichnen, um zusätzliche Stimmen zu gewinnen, aber später eine Ausrede zu finden?

Zunächst darf man ja nicht vergessen, dass die Verpflichtung überhaupt erst relevant wird, wenn alle oder genügend Nationen die Selbstverpflichtung bzw. das Versprechen unterzeichnet haben. Bevor diese globale Konsensbereitschaft bekundet ist, müssen sie gar nichts tun, können also auch nicht ihr Wort brechen.

Doch auch, wenn der Implementierungszeitpunkt gekommen ist, erscheint es unwahrscheinlich, dass Politiker ihr Versprechen brechen würden, da sie dies die Stimmen kosten würde, die sie ursprünglich durch das Unterzeichnen bekommen haben. Es wäre also nicht nur unlogisch, dieses Wort zu brechen, sondern sie würden auch riskieren, nicht wieder gewählt zu werden und ihre Sitze zu verlieren.

Vielleicht noch wichtiger ist aber, sich vor Augen zu führen, dass es auch kaum in ihrem Interesse sein könnte, die Welt wieder ins Chaos laufen zu lassen zu einem Zeitpunkt, wo eigentlich bei allen oder fast allen Ländern explizit die Bereitschaft gezeigt wird, sich zu globaler Vernunft zusammenzutun.

Hinzu kommt, dass Simpol-Unterstützer sich auch selbst ein Bild davon machen können, wie ernst es ihre Politiker meinen mit ihrem Simpol-Commitment: Bei Wahlen kannst Du schauen, ob ein Politiker ein dauerhafter Unterstützer ist oder nur in der Hitze des Wahlkampfes unterzeichnet hat. Du kannst sehen, ob er Simpol kommentiert und wenn ja, wie der Kommentar ausfällt. Daran kannst Du erkennen, ob diese Kommentare ein echtes Verständnis von Simpol zum Ausdruck bringen oder nicht. Zeigt der Politiker vielleicht sogar Engagement, andere Politiker, seine Partei oder die Regierung zu überzeugen, Simpol ebenfalls zu unterzeichnen? Sprechen sie Simpol an, wenn sie öffentlich sprechen oder Artikel schreiben? Wird die Simpol-Unterstützung in Wahl-Materialien offensiv gezeigt als etwas, auf das man stolz ist?

In vergangenen Wahlen in Großbritannien hatten Unterstützer in einigen Wahlbezirken sogar die Wahl zwischen mehreren Kandidaten, die das Versprechen unterzeichnet hatten. Zunehmend werden die Unterstützer also auch die Möglichkeit haben zu vergleichen, welche dieser Kandidaten Simpol am ernsthaftesten aufgreifen, und können dies wiederum durch ihr Wahlverhalten quittieren. So können sie den Druck aufrechterhalten sowohl auf alle Politiker, das Versprechen überhaupt zu unterzeichnen, als auch Simpol in ihre Kommunikation aufzunehmen.

Daher: Opens external link in new windowBitte hilf mit, den Druck aufrecht zu erhalten! Unterzeichnen kannst Du hier.

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6. Wie sollte es aber jemals gelingen, die USA für die Unterstützung von Simpol zu gewinnen? Beide dortigen wichtigsten Parteien sind massiv von Konzern-Interessen beeinflusst, so dass sicherlich keine Partei Simpol je unterstützen wird.

Die Strategie von Simpol, Unterstützung zu gewinnen, muss an die jeweiligen Länder angepasst werden, in Abhängigkeit vom Wahlsystem und der politischen Landschaft.

Beim Mehrheitswahlrecht, wie in den USA und Großbritannien, funktioniert Simpol, indem es die existierenden politischen Parteien in einen Wettstreit miteinander bringt. Dieser Wettstreit wird zusätzlich dadurch intensiviert, dass Wahlen für einzelne Sitze, aber auch für ganze Regierungen, im großen Trend immer knapper ausgehen. Das wiederum liegt daran, dass der internationale Wettbewerb um Investitionen alle Parteien zwingt, weitgehend dieselbe kurzsichtige, marktfreundliche Politik zu machen, die für die Wähler immer weniger unterscheidbar wird. Damit wird die Wähler-Unterstützung für beide Parteien(-blöcke) auch quantitativ immer ähnlicher.

In den USA könnte die Unterstützung von Simpol durch den Präsidenten auf die folgende Weise zustandekommen:
Wir erinnern uns an die Präsidentschaftswahl in 2000. Hier hing das komplette Ergebnis an etwa 3.000 Stimmen in Florida. Stellen wir uns einfach einmal vor, eine solche Situation wiederholt sich, nun gibt es aber etwa 5.000 Simpol-Unterstützer in Florida, und in den anderen US-Staaten ähnlich viele. Und nun stellen wir uns in einer solchen Situation vor, dass Simpol-USA im Vorfeld der Wahl seine öffentliche Ankündigung machen würde, dass US-Simpol-Unterstützer jeglichen Politiker wählen, der Simpol unterstützt. Wenn eine solche Situation im Jahr 2000 gegeben gewesen wäre, können wir uns einmal fragen: was müsste ich tun, als Präsidentschaftskandidat für eine der beiden Hauptparteien? Wenn ich mich gegen das Unterzeichnen von Simpol entscheide, mein Gegner aber unterzeichnet, dann hätte ich damit die Präsidentschaft verloren. Wenn ich hingegen unterzeichne, habe ich nicht nur eine deutlich höhere Chance, die Wahl zu gewinnen, ich würde auch umgekehrt nicht einmal etwas riskieren, weil die Umsetzung ja ohnehin erst ansteht, wenn alle anderen Nationen ebenfalls im Boot sind. Sowohl als regierender Präsident als auch als Gegenkandidat – was würden wir wohl tun?

Unter solchen Umständen wäre es logischerweise im vitalen Interesse beider Kandidaten, Simpol zu unterzeichnen. Und das Unterzeichnen von beiden Kandidaten entspricht zugleich dem optimalen Verlauf für Simpol!

Hinzu kommt, dass die Staaten, die heute als Gewinner des Status quo der Weltwirtschaft erscheinen und daher wenig Interesse an Kooperation haben, angesichts einer sich verschärfenden globalen Krise ebenfalls zu Verlierern werden. Dies kann wirtschaftlich, umweltbezogen oder in einer anderen Hinsicht zum Ausdruck kommen. Wenn diese veränderten Umstände für alle deutlich sichtbar werden, wird die Kooperation mit Simpol zunehmend zu einer natürlich erscheinenden Option: sehr viel attraktiver für Politiker (aber auch für Menschen aus der Wirtschaft), als es heute der Fall ist, wo es noch möglich scheint, im globalen Wettbewerb dauerhaft auf der Gewinnerseite zu stehen.

Aber bis dahin müssen wir nicht warten. Opens external link in new windowBitte unterstütze Simpol bereits jetzt!

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7. Wie ist das mit China, oder anderen Ländern, in denen es keine demokratischen Wahlen gibt? Wie sollen sie überzeugt werden, Simpol zu unterstützen?

Bevor im Jahr 1989 die Berliner Mauer fiel konnte sich kaum jemand vorstellen, welche dramatische Veränderungen seitdem auch in Russland und China stattgefunden haben. Beide haben sich rasant entwickelt von einer Kommando- und Planwirtschaft zu Marktwirtschaften, wenn auch auf holprigen Wegen. Die politische Freiheiten in Russland sind bereits gestiegen und während es durchaus möglich ist, dass größere ökonomische Freiheiten auch eine Bewegung zu mehr politischer Freiheit in China beschleunigen, können wir derzeit nur schauen, ob und wie schnell dies geschieht.

Ob es nun geschieht oder nicht  -  Chinas phänomenales Wirtschaftswachstum bringt auch erhebliche Schwierigkeiten mit sich, sowohl für die Umweltbedingungen im Land selbst als auch für die sozialen Strukturen der chinesischen Gesellschaft.

Jenseits seiner innenpolitischen Situation kann sich China genauso wenig wie irgendein anderes Land den schweren Folgen der Klimaerwärmung entziehen.

Und je mehr sich die chinesische Wirtschaft öffnet, desto mehr wird sie auch von anderen globalen Bedrohungen mitbetroffen sein. Obwohl es schwierig ist vorherzusagen was passieren wird, scheinen globale Probleme sich zunehmend zuzuspitzen und China wird dagegen nicht immun sein.

Es erscheint daher wahrscheinlich, dass ein Punkt erreicht wird, wo es schlicht und einfach zu Chinas erkennbarem eigenen Interesse wird, bei der Simpol-Umsetzung zu kooperieren – genau wie für alle anderen Länder auch. Wenn der Zeitpunkt erreicht wird, an dem die meisten anderen Länder unterzeichnet haben, scheint es unwahrscheinlich, dass China außen vor bleiben möchte. Es wäre einfach nicht in seinem Interesse. 

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8. Wie ist es mit den Entwicklungsländern? Deren Regierungen sind entweder Diktaturen oder stark manipuliert von Konzernen und Clan-Interessen. Wie kann Simpol die Unterstützung dieser Länder gewinnen?

Was Entwicklungsländer am dringendsten benötigen sind tragfeste Strukturen, Expertise und Ressourcen. Und eine Erlösung von der Last lähmender internationaler Schulden.

Die Linderung dieser Schuldenlast kann gerade durch Simpol zu einer realen Hoffnung werden. Und zwar deshalb, weil Simpol eine Grundlage bieten kann für höheren weltweiten Wohlstand über nationale Grenzen hinweg. Simpol ermöglicht es, Wohlstand über nationale Grenzen hinweg auf einer schuldenfreien Basis umzuverteilen und insgesamt global zu mehren, so dass es nicht zu ruinösen Krediten kommen muss.

Darüberhinaus bietet Simpol die Möglichkeit, sicherzustellen, dass die Entwicklungsländer als Gegenleistung für diese Umverteilungen höhere zivilgesellschaftliche und umweltpolitische Standards realisieren.

Entwicklungsländer sollten daher ein ganz ausgeprägtes Interesse daran haben, Simpol zu unterstützen und eine aktive Rolle bei seiner Realisierung zu spielen.

Die Unterstützung für Simpol in den Industrieländern steigt, und das wird einen wachsenden Anreiz für die dortigen Politiker darstellen, die Simpol-Selbstverpflichtung zu unterzeichnen. Sowie die Politiker in den Industrieländern sich zunehmend gezwungen sehen, die Kampagne zu unterstützen, wird es immer naheliegender für ihre Kollegen in den Entwicklungsländern, ihnen zu folgen. Daher ist es auch für die Einbindung der Entwicklungsländer der beste Schritt, Opens external link in new windowwenn Du Simpol unterzeichnest.

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9. Kann Simpol nicht dazu führen, dass Regierungen Simpol als Ausrede benutzen, um Dinge zu verzögern, die sie auch alleine machen könnten?

Überhaupt nicht. In der Tat ist das Gegenteil wahrscheinlich, weil Simpol es ermöglicht, zwei Kategorien zu unterscheiden und so alle möglichen Maßnahmen systematisch zu sortieren:

  • Die erste Gruppe sind Maßnahmen, die bei ihrer unilateralen Implementierung von einer einzelnen Nation oder einer kleineren Nationen-Gruppe eine positive Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes hätten. Solche Maßnahmen können und sollen dann selbstverständlich auch aus Simpol-Sicht unilateral eingeführt werden, und diese Maßnahmen qualifizieren sich auch nicht, in Simpol überhaupt berücksichtigt zu werden. Nationen, die über solche Maßnahmen diskutieren, möchten diese natürlich so schnell wie möglich umsetzen. Wenn sie hier auf die anderen Länder warten müssten, würden sie ja ihren Vorteil und damit ihren Anreiz zur Einführung verlieren.
  • Die zweite Gruppe sind Maßnahmen, die bei unilateraler Einführung durch eine einzelne Nation oder eine kleinere Gruppe von Nationen negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit und Märkte dieser Länder hätte. Diese Maßnahmen können nur simultan eingeführt werden von allen oder fast allen Ländern und wären damit qualifiziert dafür, in die Simpol-Maßnahmenpakete aufgenommen zu werden.

Unabhängig also von der Kategorie einer Maßnahme gibt es keinen Grund für Nationen, etwas Konstruktives zu verzögern. Es ist umgekehrt sogar so, dass die heute zu beobachtende Neigung von Nationen, dringend benötigte Nachhaltigkeits-Maßnahmen zu verwässern oder zu verzögern, genau daran liegt, dass ein funktionierender Kooperationsrahmen eben fehlt.

Es ist daher unsere Verantwortung, als normale Bürger, den Nationen und ihren Politikern mit Simpol zur Hilfe zu kommen. Opens external link in new windowDeshalb unsere Einladung an alle: mitmachen und Simpol unterzeichnen!

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10. Würden die politischen Maßnahmen von Simpol global am selben Tag implementiert werden? Oder würde sie simultan beschlossen, aber in abgestimmten Umsetzungsphasen implementiert?

Beide Situationen sind möglich.

Obwohl alle Simpol-Maßnahmen von allen Regierungen am selben Tag bestätigt werden können, können manche sofort umgesetzt werden, für andere braucht man einen Fahrplan, um die simultan beschlossene Umsetzung graduell und Schritt für Schritt zu realisieren.

Solche Details werden festgelegt im Verlaufe des Prozesses der Maßnahmenentwicklung, in dem alle inhaltlichen und organisatorischen Aspekte von Maßnahmen kooperativ ausgearbeitet werden können.

Aber es wird nicht geschehen, wenn WIR nicht dafür sorgen. Opens external link in new windowDaher unsere Einladung: Simpol jetzt unterzeichnen.

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11. Für viele unserer Probleme gibt es einfach keine Lösung, auch nicht simultan, die niemandem einen Nachteil bescheren würde. Wie kann Simpol das überwinden?

Simpol überwindet dies dadurch, ein Rahmenwerk für die simultane Kombination einer Mehrzahl von Themen zu bieten.

Heute versuchen Politiker, internationale Institutionen und Konferenzen, jeweils ein Thema zu lösen. Aber selbst bei der simultanen Einführung einer angemessenen CO2-Reduktion wären natürlich einige Länder stark benachteiligt, nämlich diejenigen, die derzeit stärker emittieren und daher auch stärker reduzieren müssen. Weshalb sie bisher nicht kooperieren.

Mit Simpol hingegen kann mehr als ein Thema gleichzeitig bearbeitet werden, so dass Länder, die bei einem Handlungsfeld relativ verlieren, über ein anderes Handlungsfeld kompensiert werden können.

Zum Beispiel könnte ein Simpol Maßnahmenpaket sowohl ein Maßnahmenkonzept zu drastischer CO2-Reduktion als auch eines zu globaler Finanztransaktionssteuer enthalten. Beide Maßnahmen können zusammen eingeführt werden, simultan von allen oder genügend Ländern. Ein Teil der Einnahmen aus der Finanztransaktionssteuer könnte dann genutzt werden, um die ‚Pille‘ der CO2-Reduzierung dort, wo sie mit überdurchschnittlichem wirtschaftlichen Aufwand verbunden ist, zu versüßen.

Auf diese Weise kann das globale, gemeinsame Interesse sehr viel besser mit nationalen Eigeninteressen in Übereinstimmung gebracht werden. Dadurch werden die Chancen für globale Kooperation sehr viel besser.

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12. Ist es überhaupt wirklich möglich, Maßnahmen zu definieren, die vorteilhaft für alle Nationen sind?

Aus heutiger Sicht kann es schwierig erscheinen, sich solche Maßnahmen vorzustellen.

Aber wir können bereits existierende Ideen erkennen, die auf einer simultanen Einführung basieren: am offensichtlichsten die Tobin Steuer. Ein anderes Beispiel ist der Gesetzentwurf der US-Kongressabgeordneten Eleanor Holmes Nortons, dass sie dem Repräsentantenhaus vorschlug (HR2545). Dieses proklamiert die Vernichtung aller Nuklearwaffen, wenn alle anderen Nuklearstaaten dasselbe tun.

Auch Ansätze wie ‚Contraction and Convergence‘, eine Strategie zur Einigung auf wirksame Klimaschutzmaßnahmen, erfordern simultane Umsetzung.

Sobald eine zukünftige Regulierung transnationaler Konzerne oder Märkte betroffen ist, machen diese einen simultanen oder den Simpol-Ansatz erforderlich.

Maßnahmenbeschlüsse global und simultan einzuführen muss nicht bedeuten, dass es sich um ein Gießkannen- oder Rasenmäher-Prinzip handelt. Der Inhalt eines Simpol-Beschlusses kann in sich hochgradig differenziert sein, auch hinsichtlich unterschiedlicher Umsetzung oder Kompensierung in unterschiedlichen Ländern. Aus diesem Grund ist es möglich, auch und gerade mit globalen Lösungen allen einzelnen Ländern und ihren Besonderheiten gerecht zu werden.

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13. Wie wird die Simpol-Maßnahmenpalette formuliert und von wem?

Simpol ist ein demokratischer Raum, in dem Bürger der gesamten Welt Maßnahmen diskutieren, entwickeln und bestätigen können, die sie gerne implementiert sehen möchten, um globale Probleme anzugehen.

Simpol basiert auf der infrastrukturellen Ebene der Nationalstaaten und auf dem Einfluss als Wähler, den Simpol-Unterstützer dort ausüben können, um Politiker in globale Kooperationsbereitschaft zu bringen.

Daher werden nationale Simpol-Organisationen soweit wie möglich in allen Ländern der Welt aufgebaut werden. In ihrer Struktur bilden sie jeweils das Zwillingsprinzip aus Maßnahmenentwicklung und Aufbau von politischer Unterstützung ab.

Simpol-UK ist die erste nationale Simpol-Organisation und wurde rechtlich als Non-Profit-Unternehmen registriert. Es ist Mitglieder-basiert, mit einem Rat, einem Vorstand und einem Maßnahmen-Komitee. Es baut ein Netzwerk aus lokalen Gruppen auf, in Abhängigkeit von den relevanten Wahlbezirken.

In den Ländern, in denen die Simpol-Kampagne bereits operiert, können die Bürger dementsprechend an der Weiterentwicklung der Maßnahmenpakete teilnehmen.

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14. Welche organisatorische Struktur hat Simpol?

Nationale Simpol-Organisationen werden, so weit wie möglich, in jedem Land der Erde aufgebaut.

Je nach lokalen gesetzlichen Möglichkeiten werden sie als Non-Profit-Organisation aufgestellt. Sie sind keine Wohltätigkeitsorganisationen und nehmen keine Spenden von kommerziellen Unternehmen an – damit sind sie vollständig und im besten Sinne abhängig von der Unterstützung einzelner Bürger.

Die Organisationsstruktur jeder nationalen Organisation spiegelt den Zwillingsprozess-Charakter wieder: inhaltliche Maßnahmenentwicklung und politischer Unterstützungsaufbau.

  • Die inhaltliche Maßnahmenentwicklung ist strikt demokratisch und offen für alle nationalen Unterstützer in jedem Land, in dem eine Kampagne etabliert wurde.
  • Der politische Unterstützungsaufbau ist ähnlich einer Kampagne einer konventionellen Nicht-Regierungs-Organisation (NRO).

Nationale Simpol-Organisationen haben einen Vorstand, der die Kampagne koordiniert und mit dem globalen Prozess verbindet, unterstützt von den Mitgliedern der Organisation und Freiwilligen. Ein Netzwerk von lokalen Simpol-Gruppen in jedem relevanten Wahlbezirk führt die Kampagne auf der lokalen Ebene fort.

Wenn Du mehr wissen möchtest über Simpol in bestimmten anderen Ländern, schau auf der globalen Webseite oder den Webseiten anderer Simpol-Länderoranisationen - oder sprich uns einfach an.

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15. Wie verhält sich Simpol zu ‚Global Governance‘ und Globaler Demokratie?

Ab dem Zeitpunkt der Implementierung würde Simpol eine Form von verbindlicher ‚Global Governance‘ darstellen, da die Implementierung in allen Ländern jeweils rechtskräftig wäre.

(‚Global Governance‘ wurde als Anglizismus eingedeutscht, da es keine gute Übersetzungsmöglichkeit gibt. Wir können es hier frei übersetzen mit ‚Globale Selbstorganisation der Menschheit‘. Das Konzept ist NICHT zu verwechseln mit dem Konzept ‚Weltregierung‘!).

Da Simpol-Maßnahmen von Simpol-unterstützenden Bürgern in der ganzen Welt entschieden werden müssen, wäre Simpol außerdem maximal demokratisch und würde dennoch die Souveränität und Unterschiedlichkeit der Länder achten und sogar aufwerten.

Hierzu müssen wir uns daran erinnern, dass Simpol ausschließlich Maßnahmen einbeziehen kann, die von einem Land (oder einer Gruppe von Ländern) im Alleingang aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit nicht eingeführt werden können. Daher haben alle diese auf Länderebene gestaltbaren Themen nichts mit Simpol zu tun und können weiterhin frei von den Ländern entschieden werden. Auf diese Weise wird zugleich die nationale Souveränität maximiert und aber auch die globale Zusammenarbeit gewährleistet. Dies wird als das Subsidiaritätsprinzip bezeichnet und stellt ein Kernelement von Simpol dar, so dass eine organische Synthese von globaler Einheit und nationaler Vielfalt erreicht werden kann.

Da Simpol die einzige Initiative ist, die es ihren Bürgern erlaubt, ihre Stimmen in nationalen Wahlen zu nutzen, um ihre Politiker zur koordinierten Lösung von globalen Problemen zu bewegen, könnte Simpol als die erste und möglicherweise einzige Form globaler Wahlpolitik bezeichnet werden. Es ist für Bürger der Weg, ihre Stimme WIRKLICH relevant zu machen – nicht nur national, sondern global. Denn die Menschheit ist längst eine Schicksalsgemeinschaft. Simpol ist, so gesehen, eine im entstehen begriffene, bürgergetriebene Global Governance. Opens external link in new windowSimpol zu unterstützen ist, in dieser Sichtweise, Dein demokratisches Recht und Deine globale persönliche Verantwortung.

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16. Wie unterscheidet sich Simpol von konventionellen, internationalen Vertragsverhandlungen und Gipfeltreffen?

Es gibt drei zentrale Unterschiede:

Erstens: Traditionelle Verhandlungen für internationale Verträge gehen davon aus, dass, sobald ein Vertrag vereinbart wird, die teilnehmenden Nationen frei darin sind, wie sie seine Bestimmungen umzusetzen. Im derzeitigen kompetetiven Umfeld ist es jedoch so, dass Regierungen, die von den Gipfelverhandlungen nach Hause kommen, dort wieder auf das Problem der Wettbewerbsfähigkeit stoßen. Das ist der Grund, weshalb am Ende immer wieder die Umsetzung selbst der verwässertesten Vereinbarungen verfehlt wird. Simpol hingegen durchbricht den Teufelskreis der Wettbewerbsfähigkeit und öffnet so den Weg, robuste globale Maßnahmen zu implementieren auf eine Weise, die keiner Nation schadet.

Zweitens: die meisten internationalen Verträge bestehen aus Übereinkünften über Ziele, und überlassen die Mittel und Wege zum Erreichen dieser Ziele jeder teilnehmenden Nation. Die allgegenwärtige Angst vor Wettbewerbsfähigkeitsverlusten bleibt damit bestehen. Mit Simpol hingegen können spezifische Industrien, Produkte oder Steuern Gegenstand von Gesetzen in jedem Land sein, wobei Effekte auf die Wettbewerbsfähgkeit berücksichtigt und erforderlichenfalls kompensiert werden.

Drittens: internationale Verträge befassen sich jeweils mit einem einzelnen Thema. Daher bieten sie keine Möglichkeiten, Nationen zu kompensieren, die bei einer Maßnahme höhere Kosten tragen als die anderen. Das Rahmenwerk von Simpol für das gleichzeitige Verhandeln von einer Mehrzahl von Handlungsfeldern überwindet dieses Problem und erlaubt es, eine Situation herzustellen, in der unter dem Strich keine Benachteiligungen entstehen. Damit werden die Chancen für tiefgreifende Kooperation erheblich verbessert. 

Darüberhinaus bietet Simpol den Bürgern einen hochwirksamen Weg, ihre Stimmen zu nutzen, um ihre Politiker zum Kooperieren zu bewegen. Mit anderen Worten: Mit Simpol hat die Zivilgesellschaft die Möglichkeit, Regierungen zu lenken – nicht umgekehrt.

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17. Das Kyoto-Protokoll hat aber auch ohne die Teilnahme der USA funktioniert. Warum also brauchen wir überhaupt Simpol?

Ein zentraler Grund, weshalb das Kyoto-Protokoll dennoch zustandekam, ohne die Teilnahme der USA, liegt darin, dass die Bestimmungen der Verträge so mild waren. Der Verlust von Wettbewerbsvorteilen gegenüber den USA, den Nationen erleiden, die dem Protokoll folgen, war nicht sehr bedeutsam.

Wenn aber ein sehr viel substanzielleres Abkommen getroffen würde – was für wirksamen Klimaschutz erforderlich wäre – könnte keine große Nation mitziehen, wenn es die anderen nicht auch täten.

Internationale Übereinkommen mit substanzieller Wirksamkeit, die nicht nur an der Oberfläche von Problemen kratzen, werden wir nicht bekommen, wenn wir nicht alle oder fast alle Nationen dazu bekommen, sie zeitgleich zu implementieren. Deshalb brauchen wir Simpol so dringend! Opens external link in new windowDeshalb unsere Bitte: Unterstütze Simpol jetzt!

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18. Mir leuchtet ein, wie Simpol helfen würde, Umwelt- und Wirtschaftsprobleme zu lösen. Aber welchen Effekt hätte es denn auf Themen wie Waffenhandel und Kriegsrisiken?

Die beste Antwort hierauf ist vielleicht das Beispiel der Entwicklung Europas bzw. der Europäischen Union.

In den vergangenen Jahrhunderten hat Europa aus unzähligen Mächten bestanden, die regelmäßig miteinander im Kriegszustand waren. Immense Mengen an Waffen wurden produziert und verwendet und Millionen starben in den gewaltsamen Konflikten.

Je mehr jedoch die Mächte in Europa zunehmend lernten, ökonomisch und in gewissem Maße auch politisch zu kooperieren, wurde der Gedanke gegenseitiger Kriegsführung zunehmend undenkbar.

Obwohl heute also nach wie vor hohe Zahlen an Waffen produziert werden, sind sie nun weitgehend nur noch für die Verwendung außerhalb der europäischen Grenzen relevant. Europa als Absatzmarkt für Waffen wurde durch die Erhöhung des Kooperationsgrades massiv ausgetrocknet.

Dieses Prinzip wird von Simpol auf die globale Ebene erweitert, da es eine Basis bietet, auf der ALLE Nationen miteinander globale Probleme durch simultane, allparteilich ausgewogene Lösungsumsetzungen überwinden können. Das ist vergleichbar (wenn auch nicht identisch) mit der Entwicklungsrichtung, die wir in den europäischen Ländern nachvollziehen können. Wenn Kooperation von Simpol auf die Gesamtheit der Länder ausgedehnt werden kann, dann wäre die gesamte Welt von Kooperation geprägt. Und damit entfiele die Relevanz von großen Mengen von Waffen.

Damit soll nicht gesagt sein, dass es nie wieder Krieg geben würde. Aber die gesamte globale Grund-Atmosphäre wäre eine völlig andere, und hier wäre die Wahrscheinlichkeit von einem großen, bewaffneten Konflikt nur noch extrem klein. Es gäbe einen massiven, unzweideutigen Anreiz für alle Länder sicherzustellen, dass das neue Kooperationsniveau in stabilen Bahnen weiterläuft. Das beste Gegenmittel gegen Krieg ist Kooperation! Opens external link in new windowAlso lasst uns gegen Krieg eintreten, indem wir Simpol unterstützen!

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19. Es gibt viele großartige lokale Initiativen. Sie sind real, sie passieren jetzt, sie ändern die Welt vom Kleinen her. Warum brauchen wir Simpol?

Simpol begrüßt alle solche konstruktiven Initiativen und hält sie auch für wertvoll, berechtigt und unterstützenswert. Sie sind unverzichtbar, bringen neue Maßstäbe in die Welt und weisen so wichtige Wege zu einer nachhaltigen Zukunft. Einige NGOs von heute sind vielleicht Rating-Agenturen von morgen.

Aber diese Initiativen genügen nicht, da sie über keine ganzheitliche Hebelwirkung verfügen. Obwohl sich hier viele Menschen neue, nachhaltigere Lebensstile aneignen, bleiben sie doch immer eine sehr kleine Minderheit. Die riesige Mehrheit der Menschen bleibt bei einem in der Summe nicht nachhaltigen Lebensstil, in enger Verflochtenheit mit der globalen Wirtschaft.

Nichts spricht derzeit dafür, dass in hinreichender Geschwindigkeit von kleinen Initiativen graduell und Mensch für Mensch die gesamte Weltwirtschaft auf ein nachhaltiges Niveau gebracht wird. Im Gegenteil, da aufgrund der globalen Nachhaltigkeitsdefizite die zivilgesellschaftlichen Spannungen sehr viel schneller steigen als die Verbreitung von lokalen Lösungsentwürfen, müssen wir befürchten, dass im Falle offener System-Brüche (siehe als Vorgeschmack Griechenland) in den absehbaren sozialen Unruhen auch die wertvollen Pflänzchen lokaler Gegenentwürfe überrannt und zerstört werden.

Wenn wir eine sehr destruktive, chaotische Übergangsphase mit völlig ungewissem Ausgang vermeiden wollen, gibt es keinen Ersatz für eine globale zivilgesellschaftliche Willensbildung und geordnete Selbstregulation. Also warum nicht „Lokal handeln – global auch!“ Setzt Eure konstruktiven Initiativen vor Ort fort, was immer sie sein mögen. Opens external link in new windowAber handelt auch global – indem Ihr Simpol unterstützt!

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20. Wie seht ihr das mit der Macht der Konsumenten, mit Corporate Social Responsability Initiativen und mit Ansätzen wie der Gemeinwohl-Wirtschaft oder ‚tripple bottom line‘? Diese Kräfte werden doch reichen, um Konzerne zur Vernunft zu bringen – oder?

Simpol begrüßt alle friedlichen und freiwilligen Anstrengungen, um zu einem verantwortungsvollen Handeln der Unternehmen und Konzerne zu kommen.

Aber wir müssen verstehen, dass Unternehmen und Konzerne in einem höchst wettbewerblichen Umfeld agieren. Jedes Unternehmen, das sozial- und umwelt-verträglich handelt und damit so gut wie immer seine Kosten deutlich steigert, kann nur unter ungewöhnlich günstigen Bedingungen überleben (oft in Nischenmärkten mit besonders zahlungskräftigen Zielgruppen, die selbst wiederum ihr Geld nicht immer in sehr nachhaltigen Kontexten verdient haben).

Im Großen und Ganzen können Unternehmen nur so nachhaltig agieren, wie es ihre Hauptkonkurrenten erlauben. Insofern sind alle Bemühungen, die bei einzelnen Firmen ansätzen, zu begrüßen und zu ermutigen – aber sie sind nicht genug.

Simpol vertritt die Perspektive, dass es keine Alternative für angemessene globale zivilgesellschaftliche Selbstregulation gibt. Warum machen wir nicht beides? Boykottiert die schwarzen Schafe in der Wirtschaft, applaudiert den leuchtend weißen Schafen – Opens external link in new windowund unterstützt zusätzlich Simpol!

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21. Engagierte Menschen und die typischen Aktivisten sind so fixiert auf ihre eigenen Aktivitäten – wie wollt ihr die dazu bekommen, Simpol zu unterstützen?

Heute sind wir fast alle sehr beschäftigt und eingespannt, das Leben ist sehr schnell und dicht geworden.

Aber engagierte Menschen aus allen Richtungen realisieren zunehmend, dass wir uns von Regierungen führen lassen, die zunehmend gelenkt werden von transnationalen oder globalen Unternehmen, von Finanzmärkten und von Wettbewerbszwängen im globalen Markt.

Vor diesem Hintergrund merken immer mehr Menschen auch, dass konventionelle Formen des Engagements wie Straßendemonstrationen, Medienarbeit, Petitionen etc. keine substanziellen Erfolge erzielen und letztlich zunehmend ins Leere greifen.

Das ist der Grund für Simpol, engagierten Menschen eine zusätzliche, ergänzende Möglichkeit zu bieten, Druck für ihre Ziele aufzubauen auf eine neue, zielführende und effiziente Weise.

Das Unterstützen von Simpol ergänzt und unterstützt bisherige transformative Bemühungen. Es bietet engagierten Menschen einen wahrhaft globalen Ansatzpunkt und Hebel, um konstruktive Impulse einzubringen, ohne sie in einer politischen Partei verorten zu müssen.

Für lokal umsetzbare Möglichkeiten können sich alle engagierten Menschen weiterhin lokal einsetzen – aber für die Überwindung der global bedingten Widerstände gegen Veränderung können sie Opens external link in new windowjetzt zusätzlich Simpol unterstützen!

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